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16.10.2019
Tauchhainer
Aroma: Rauchig, Intensiv, leichte süsse Früchte

Geschmack: Rauch, Seetang, Gewürze

Abgang: Rauch, Süsse Malzigkeit

Kommentar: Rauch langanhaltend, Karamalz wie aus Kindererinnerung
04.10.2019
Alex15071992
Aroma:
Als erster Eindruck dring ausgesprochen intensiver Torfrauch in die Nase. Dieser erinnert an verbranntes Holz, kalte Asche und Lagerfeuer. Der rauchige Grundtenor dieses Whiskys erinnert an warme Lagerfeuerabende sowie die Gefahr vermittelnde, kalte Rußigkeit der Luft nach einem Waldbrand. Dazu gesellt sich eine leichte, frisch anmutende Salzigkeit. Zusammen erinnert dies minimal an eine Räucherkammer für Räucherfisch. Trockene, spritzige Weißwein- und Sektaromen (Chardonnay?) sorgen für ein herb-trockenes Traubenaroma. Nach einiger Zeit verfliegt dieses Aroma jedoch ein wenig. Hinter dieser Mischung aus Rauch und Weißweintrauben findet man recht schnell glattes Schuhleder, Hartgummi und neue Schuhsolen wieder. Dieser leicht künstlich anmutende Gummigeruch harmoniert mit dem Rauch sehr gut und verleiht den trockenen Weißweinaromen eine wenig an Tiefe. Vereinzelt kommen Erinnerungen an frischen Teer in den Sinn. Diese sind jedoch nur minimal präsent. Nachdem die ersten Aromen verflogen sind, treten dezente, süße rote Beeren (ua wenig süße Himbeeren) hervor. Geringe Mengen Heidelbeeren ergeben einen unaufdringlichen, immer noch intensiv rauchigen, süßen Beerenkompott. Auch Zucker und Vanille kommen im Laufe der Zeit stärker hervor. Sie paaren sich mit den sehr geringen Eichenaromen des Bourbonfass. Diese hinzukommenden, süßen Aromen wandeln den Whisky von der trockenen, weinigen Rauchigkeit mit herben Leder- und Gummiaromen hin zu einem, in einer Räucherkammer zubereitetem, mit Vanille bestreuten leicht säuerlichen Beerensorbe. Geringen Mengen Anis und Muskatnuss (eventuell auch ein wenig Haselnuss) halten die Süße jedoch im Zaum und erinnern vereinzelt an muffiges Heu.

Geschmack:
Wie auch in der Nase dominiert im Mund ein sehr intensiver Torfrauch. Dieser verliert jedoch ein wenig den Geruch von kaltem Ruß und erinnert nun ausschließlich an frischen Lagerfeuerrauch und Holzruß. Gemeinsam mit einem holzigen Geschmack der an frisch geschlagenes, in Wasser aufgequollenes Holz erinnert entsteht ein dem Aroma ähnlicher, rauchig-trockener Grundgeschmack. Dieser liegt intensiv und voluminös im Mund. Eine leichte Chilischärfe, welche sich schnell wieder legt, begleitet das Lagerfeuer und das junge Holz auf die Zunge. Sobald diese Schärfe ein wenig nachgelassen hat, liegt der Whisky sehr weich im Mund. In Kontrast zum Aroma breitet sich unmittelbar nach dem ersten Kontakt im Mund ein deutliches, nicht allzu süßes Waldbeeraroma aus. Rote Beeren (vor allem leicht saure rote Johannisbeeren, Brombeeren und ein wenig Sauerkirschen) und rote Trauben erzeugen einen beerig-fruchtigen Geschmack und verleihen eine dezente Süße und Säuerlichkeit. Grapefruit und Orangen runden diesen fruchtig-süßen Akzent warm und voll ab. Diese Mischung überlagert die intensiv rauchige Holzigkeit jedoch nicht, sondern verleiht ihr einen beerigen Holzton. Dazu fügt sich deutlicher Zucker, ein wenig Vanille sowie ein süß-saurer Obstkompott (ua süße Birnen). Je länger der Whisky sich im Mund befindet, umso mehr verfliegen diese süßen, beerigen Aromen, und umso deutlicher kommt der ausgesprochen rauchige, trockene Grundcharakter von Holz und Rauch hervor. Dieser verdrängt sozusagen die sich anfangs in den Vordergrund kämpfenden fruchtigen Beeren mit zunehmender Zeit. Mit anderen Worten offenbart die Zeit somit einen Kampf zwischen Fruchtigkeit und Rauchigkeit (Gut gegen Böse?). Deutlich stärker als im Aroma kommt der Geschmack nassen, abgewetzten Leders hervor. Dieser füllt ausgesprochen präsent die verbleibenden Lücken und versprüht dabei ein angenehm warmes, trockenes, und muffigen Aroma. Auch leicht malzige Noten sind erkennbar. Insgesamt setzt sich der schwere, melancholische Charakter des Aromas fort. Die deutlichere Fruchtigkeit und Süße mildern diesen jedoch im Mund ein wenig.

Abgang:
Unmittelbar nach dem Schlucken breitet sich der holzige, rußige Lagerfeuerrauch in voller Stärke aus. Im Abgang ist der Rauch mit Abstand am intensivsten zu vernehmen. Dabei gleitet der Whisky ausgesprochen weich und ohne jegliches alkoholische Brennen die Kehle hinunter. Sehr starke Gewürzaromen gesellen sich dazu. Leichter Kümmel da, ein wenig Koriander dort. Dies verleiht der intensiven Rauchigkeit ein sehr stark holzige, getreidige und brotartige Gewürznote. Auch getrockneter Torf ist vorhanden. Unmittelbar nach dem Schlucken breiten sich die im Mund deutlich an Präsenz erarbeiteten Beeren kurzfristig sehr stark aus. Sie verfliegen jedoch relativ zügig und machen Platz für reine Zuckersüße und Vanille. Es handelt sich insgesamt um einen sehr langen Abgang. Auch Minuten nach dem Abgang, wenn sowohl Beeren als auch Vanille und Süße verflogen sind, ist der Whisky noch deutlich im Mund vernehmbar. Am längsten verweilt die intensive Rauchigkeit sowie die geringe Erinnerung an frisches Glattleder. Je mehr Zeit verstreicht, umso mehr wirkt der Whisky trocken im Mund. Aufgrund seines
04.10.2019
Basil72
Aroma:
Rauch
Geschmack: Rauch + Malz

Abgang:

Kommentar: Wer rauchigen oder torfigen Whisky liebt, kommt am Ten nicht vorbei, solide mit enormer komplexität, genial
27.09.2019
Lukas
Aroma: Rauch Süße

Geschmack: Maritime Noten Süße Rauch Gewürze

Abgang: Rauch Malz Süße

Kommentar:
25.09.2019
Dirk
Kommentar: Ich bin vor gut zwei Jahren zum Whisky Fan geworden. Meine ersten Eindrücke konnte ich durch die Verköstigungsvideos von Horst gewinnen. Trotz aller Bedenken, ob stark rauchige Whiskies etwas für Anfänger sind, gehörte der Ardbeg 10 mit zu meinen ersten drei Flaschen. Ich war vom Rauch und Geschmack dieses Whisky sofort begeistert und bin auch seitdem Fan von rauchigen Whiskies. Auf jeden Fall ist er seitdem einer meiner Favoriten.
18.09.2019
busch.c@kelisi.de
Aroma: Rauch Maritime Noten Früchte Süße

Geschmack: Rauch Gewürze Maritime Noten

Abgang: Süße Rauch Malz Gewürze lang

Kommentar: sehr leckerer Islay Whisky. Rauchig und dennoch vielschichtig. Hervorragendes PL Verhältnis.
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